Rolf Kremer

Musical Night in der Stadthalle Bielefeld

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Gestern Abend war ich zum ersten Mal in der > Stadthalle Bielefeld. Grund war die > Musical Night, welche ab 20 Uhr im kleinen Saal der Stadthalle aufgeführt wurde. Von außen macht die Stadthalle einen sehr modernen und interessanten Eindruck. Nach dem wir die Karten an der Abendkasse gekauft hatten und an der Garderobe vorbeischauten, ging es auch schon in den kleinen Saal. Dort eingetroffen, war die Ernüchterung groß. Handelte es sich doch um eine normale Bestuhlung, ohne eine Höherstellung der hinteren Reihen. Zudem strahlte der Saal einen Charme von blühenden ostdeutschen Landschaften aus vergangenen Zeiten aus. Leider war die Sicht von meinen Platz aufgrund der vor mir Sitzenden etwas eingeschränkt. Da wir aber ohnehin die teuersten Karten hatten und der Saal nicht ganz ausverkauft war, hatten wir uns dann auf die Empore gesetzt. Von hier erstrahlte der Saal in seiner ganzen Pracht: Das krage Bühnenbild – im Hintergrund hing das gleiche Plakat wie auf der Website der > Musical Night – passte sich in die grau-schwarze Umrandung ein. Ich fühle mich wie im Kino und sah förmlich wie > Schulze mit seinem Akkordeon auf der Bühne stand und zu einer Polka ansetzen wollte. Wären da nicht die farbigen Kleider der Sängerinnen gewesen, wäre das triste Bild perfekt gewesen. In der Pause hatten wir gerade unsere Getränke in dem lustlosen, überhaupt keinen Charme versprühenden Atrium geholt, bimmelte es auch schon zur zweiten Hälfte. Nach dem das eisgekühlte Getränk hastig irgendwie geleert wurde, ging es wieder in den Saal. Diesmal nahmen wir uns die Freiheit uns in die zweite Reihe ganz rechts direkt vor den großen Lautsprechern zu setzen. Und prompt fühlte man sich in der Show angekommen. Die Künstler fingen die Show nicht von der Bühne an, sondern kamen für das erste Lied in den Saal, so dass eine Sängerin nur einen Meter neben mir stand. So nah, dass man sich als Teil der Show fühlte. Zum Schluß – zur Zugabe gab es den alten Udo Jürgens-Klassiker ‘Ich war niemals in New York’ – authentisch in weißen Bademäntel aufgeführt – verabschiedeten sich die Sängerinnen und Sänger per Handschlag von fast jedem der vielen Zuschauer in der unteren Saal-Hälfte. Fazit: Mit über 40 Euro Eintritt ein teurer Spaß in einem trostlosen Ambiente aber mit einer guten musikalischen Darbietung.

Written by rkremer

March 19, 2011 at 11:31 am

Posted in Music

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